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Limburg 1940-1945,
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Alle Gefallenen des Limburger Widerstandes
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Piet Roodbeen war Landwirt. Er wurde in Kronenberg bei der Kirchenrazzia am 8. Oktober 1944 verhaftet. [1]
Der Dienst Identificatie en Berging (Identifizierungs- und Bergungsdienst) des Verteidigungsministeriums schrieb auf die Archivkarte von Pieter Jan Roodbeen:
Am 8. Oktober 1944 von den Deutschen entführt und in den Hermann Goering Werken in Watenstedt bei Braunschweich gelandet. [2.1]
Starb am 18. Februar 1945 in Watenstedt an den Folgen von Krankheit und Erschöpfung. Begraben: Friedhof Watenstedt, Jammertal Feld IV, Reihe 14, Grabnummer A
Diese Archivkarte befindet sich jetzt im Nationalarchiv. [3#14]
Wo ist Pieter Jan Roodbeen gestorben?
Seine Familie schrieb auf seinen Totenzettel (Im Memoriam-Karte), dass er in Reppner starb. [4]
Dort befand sich das Lager 24, auch Todeslager 24 genanntnbsp;[2.5], denn dorthin wurden die Menschen ab 1943 zum Sterben gebracht. In diesem Lager starben zwischen Juni 1941 und April 1945 mindestens 633 Menschen, die ab Juli 1943 auf dem Friedhof Jammertal beigesetzt wurden. [2.5]
Laut der oben zitierten Archivkarte [3#14] starb er aber in Watenstedt, d.h. im KZ Salzgitter-Watenstedt, in der Nähe des Dorfes Leinde. Die Dörfer Reppner und Leinde liegen 14 km voneinander entfernt. Der Friedhof Jammertal (Tal der Tränen) liegt dazwischen. [2.4]
Im Konzentrationslager Salzgitter-Watenstedt, in der Nähe des Dorfes Leinde bei Salzgitter-Watenstedt, waren bis zu 2.000 Häftlinge untergebracht. Dort mussten sie in der Stahlwerke Braunschweig GmbH arbeiten, die zu den bereits erwähnten Reichswerken Hermann Göring gehörten. Dort wurden Granaten hergestellt. Täglich starben schätzungsweise 20 bis 30 Häftlinge unter den bewusst unmenschlichen Bedingungen. Anfang 1945 wurde das Lager als (Sterbe-)Lager für kranke KZ-Häftlinge aus der Region Braunschweig genutzt. Von ihnen starben allein in diesem Lager mindestens 526. Sie wurden auf dem „Ausländerfriedhof Jammertal“ bei Salzgitter-Lebenstedt beigesetzt. [2.2]
Dort wurden fast 5.000 Zwangsarbeiter aus ganz Salzgitter beerdigt. Er ist heute ein Denkmal. [2.3]
Die sterblichen Überreste von Peter Roodbeen wurden auf Staatskosten in die Niederlande überführt. [3#18]
Sie befinden sich jetzt auf dem römisch-katholischen Friedhof in Kronenberg. [6]
Sein Name steht in Sevenum auf dem Denkmal in der Grünanlage Julianaplantsoen. [5]
Fußnoten