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Limburg 1940-1945,
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Alle Gefallenen des Limburger Widerstandes
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Der Bergmann Jacques Houben aus Born arbeitete wahrscheinlich in der nahe gelegenen Staatsmijn Maurits in Geleen. In seiner Akte bei der OGS wird er als Schneider geführt. [1#2]
Dass Menschen einen anderen Beruf ausüben als den, für den sie ausgebildet worden wurden, war/ist nicht unüblich.
In der gleichen Akte steht in einem von der Gemeinde Born über ihn ausgefüllten Formular: Am 17. August 1944 wurde er von Deutschen als Untergetauchter verhaftet und vermutlich über Amersfoort nach Deutschland gebracht. Der Betreffende war untergetaucht, weil er eine Aufforderung für das Verrichten von Arbeiten in Deutschland erhalten hatte. [1#1]
So kann man auch Zwangsarbeit auch beschreiben. Die Gemeinde scheint nicht gewusst zu haben, dass er außerdem im Widerstand war. Cammaert wusste das offenbar, denn er schreibt in seinem Kapitel über den RVV (Rat des Widerstands): Einige Kuriere wurden getötet, während zwei RVV-Mitglieder durch Zufall in deutsche Hände gerieten. Dies geschah dem Bergmann J.G. Houben am 17. August 1944, als er bei einem Waffentransport in Geleen angehalten wurde und sich nicht ausweisen konnte. Er kam in deutscher Gefangenschaft ums Leben. [2]
Seine Witwe versuchte nach dem Krieg, mehr über das Schicksal ihres Mannes herauszufinden. Also schrieb sie an das Rote Kreuz. Ihr einziger Anhaltspunkt war eine Information aus dem Nederlandse Staatscourant (dem offiziellen Mitteilungsblatt der Regierung) vom 31. Januar 1952, er sei wahrscheinlich in der Zeit vom 16. März bis 3. Mai 1945 gestorben. Und dass eine unzuverlässige Quelle von einem Grab auf dem Namen Jac Houben in oder bei Köln berichtet hätte. [1#9]
Die OGS antwortete am 11. Oktober 1965, dass sie nur wisse, dass er um den 3. Mai 1945 als Gefangener von Neuengamme gestorben sein müsse. Sie könnten nicht sagen, wo genau. Als Möglichkeiten wurden vorgeschlagen: das Konzentrationslager Sandbostel [3] oder die Katastrophe mit der Cap Arcona und zwei anderen Schiffen in der Lübecker Bucht [4], bei der 7000 Häftlinge aus Neuengamme ums Leben gekommen sind. [1#6]
Das Digitale Denkmal Neuengamme [5] gibt die folgende Haftgeschichte an: Verhaftet am 17.08.1944, dann inhaftiert in Maastricht, Ommen, Amersfoort (26.08.1944 bis 08.09.1944) und Neuengamme ab 10.09.1944. Dort war er in den Außenlagern Husum-Schwesing (Dorf Engelsburg) [6], wo Häftlinge am sogenannten Friesenwall arbeiten mussten, und in Meppen-Versen, wo seit November 1944 Häftlinge aus Neuengamme in Ziegeleien, Tongruben und bei der Torfgewinnung arbeiten mussten. In der niederländischen Wikipedia heißt es über dieses Lager: Bis März 1945 blieb das Lager Meppen-Versen ein Außenposten dieses Konzentrationslagers. Als die Alliierten sich dem Lager näherten, wurden die verbliebenen Häftlinge zu Fuß über Meppen, Cloppenburg, Bremen und Hamburg nach Neuengamme geführt. Die Schwerkranken und Gehunfähigen wurden mit Lastwagen nach Farge bei Bremen gebracht. Die 40 am schwersten Erkrankten wurden auf der Stelle erschossen. [7]
Jacob Guillaume ( Jacques ) Houben steht auf der Erelijst 1940-1945 (Ehrenliste des niederländischen Parlamentes). [8]
Fußnoten