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“Jules” Dewez (Wilhelm Joseph)
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Wilhelm Joseph Dewez ist (noch?) nicht an den Wänden der Gedächtnisapelle aufgelistet
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Kriegsdenkmal in Aachen-Eilendorf

Limburg 1940-1945,
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Alle Gefallenen des Limburger Widerstandes

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“Jules” Dewez
(Wilhelm Joseph)


 03-04-1901 Eschweiler      06-11-1960 Utrecht (59)
- Ordedienst (O.D.) - Untergetauchtenhilfe L.O. - Kurier*innen des Widerstandes - Überlebenden - Roermond -

    Foto: Rolduc Jahrbuch, Jahrg. 25, 1946 [1]
    Das Privatarchiv von Jules Dewez (Umfang: 1,5 Meter) befindet sich heute im Sociaal Historisch Centrum voor Limburg (SHCL) und ist mit der folgenden Kurzbiografie versehen: [2]
    Willem Jules Dewez wurde am 3. April 1901 in Eschweiler als Sohn niederländischer Eltern geboren. Seine Kindheit verbrachte er in Wijnandsrade. Nach der HBS in Heerlen und Rolduc schrieb er sich an der landwirtschaftlichen Hochschule in Wageningen ein. Nach einer vierjährigen Lehrtätigkeit an der Landwirtschaftlichen Winterschule in Hulst wurde Jules Dewez 1928 zum Direktor des Landwirtschaftsbüros für die drei südlichen Provinzen der Kalimaatschappij in Breda ernannt. Im Jahr 1932 wurde er Berater des Christlichen Bauernverbands Nordbrabant und 1934 staatlicher Landwirtschaftsberater für Limburg mit Sitz in Roermond. Bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs war Dewez Hauptmann der Reserve an der Grebbelinie. Nach seiner Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft begann er mit Aktivitäten im Untergrund und schloss sich dem OD (Ordedienst) an. Er war ein Vorkämpfer für die Niederländische Union in Limburg. [3]
    Im Jahr 1942 war er als Geisel in den Lagern von Sint-Michielsgestel und Haaren. Nach seiner Rückkehr setzte er seine Widerstandsarbeit fort und arbeitete eng mit Ludo Bleijs zusammen. Dewez wurde Kommandant der OD, Distrikt Roermond.
    Nach dem Krieg setzte er sich für die Idee des Durchbruchs ein (doorbraakgedachte), wie sie von der Nederlandse Volksbeweging formuliert wurde. [4]
    Die wissenschaftliche Karriere von Dewez nahm nach dem Krieg Fahrt auf: Von 1946 bis zu seinem Tod am 6. November 1960 war er an der Landwirtschaftlichen Hochschule in Wageningen tätig, in den Jahren 1953-1954 als Rector magnificus und danach als Professor.
     [2]

    Warum spricht der oben erwähnte Text im SHCL [2] von Jules Dewez, während auf seiner In Memoriam-Karte der Name Wilhelm Joseph Dewez steht? Vermutlich war Jules sein Pseudonym beim Widerstand. [5]
    Es handelt sich um die selbe Person, über die Cammaert schreibt: Roermond, landwirtschaftlicher Berater. Hinter den Kulissen war Dewez eng in den Widerstand in der Region Roermond eingebunden, er fungierte auch als Distriktskommandant des O.D. in Roermond. [6.1]
    Cammaert schreibt in seinem Kapitel über den Ordedienst u.a.:
    Ende 1940 hatten einige ehemalige Soldaten in der Region Roermond begonnen, eine Widerstandsorganisation aufzubauen. Ihr Ziel war es, Waffen und Munition zu sammeln, um sie beim Herannahen der Befreier einzusetzen. Zu den Initiatoren gehörte der staatliche Landwirtschaftsberater der Provinz Limburg, der Reserve-Hauptmann der Infanterie, Dipl.-Ing. W.J. Dewez, der sein Büro in Roermond hatte. [6.2]
    Unter dem Einfluss des Bistums, das seinen Sitz in Roermond hatte, entwickelte sich dort eine Form des Widerstands, die fast ausschließlich auf die Hilfe für Flüchtlinge und Verfolgte ausgerichtet war. Es war ein humanitär geprägter Widerstand par excellence. Dazu passten keine Kampfgruppen wie R.V.V. oder Knokploegen. Diese wurden deshalb aus der Region fern gehalten. [6.2]
    Das Gleiche galt zum Teil für den OD.
    Dewez’ Stellvertreter war Marcel “Starkenborg” Stoffels.

    Fußnoten

    1. Delpher: Rolduc’s jaarboek, jrg 25, 1946
    2. Sociaal Historisch Centrum voor Limburg (SHCL) Dewez, prof. ir. W.J., verzetsstrijder, landbouwingenieur en hoogleraar te Wageningen
    3. Nederlandsche Unie, Wikipedia • NederlandsDeutschEnglish
    4. Nederlandse Volksbeweging, Wikipedia • NederlandsEnglish
    5. Wilhelm Joseph Dewez
    6. Cammaert, A. P. M. (1994). Het verborgen front: Geschiedenis van de georganiseerde illegaliteit in de provincie Limburg tijdens de Tweede Wereldoorlog, Rijksuniversiteit Groningen.
      1. Hoofdst. 0, Introductie van vaak genoemde personen, pp.18ff
      2. Hoofdst. 8. De Ordedienst, pp.896 ff.